Junge Talente 2009 im 4. Internationalen Düsseldorfer Orgelfestival
Pressemitteilung von Torsten Laux
– ein musikalisches Feuerwerk in der Basilia St. Margareta in Gerresheim
Torsten Laux, Künstlerischer Leiter des Internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals und Moderator des IDO-Konzerts „Junge Talente 2009“ am Mittwoch, 7. Oktober, in der Basilika St. Margareta Gerresheim versprach nicht zu viel, als er einige virtuose Stücke und eine höchst interessante Improvisation ankündigte – gespielt von den besten jungen Talenten aus ganz Deutschland.
Den Anfang machte Alexander Toepper (geboren 1989), mehrfacher Preisträger beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ (Orgel solo und Neue Musik), Stipendiat von „Yehudi Menuhin – Live Music Now“ und Jungstudent an der Musikhochschule Detmold. Sehr lebendig und dabei auch gesanglich spielte er eine Fuge über den Namen Bach von Robert Schumann, dem Namensgeber der Düsseldorfer Musikhochschule, drei späte Stücke von Max Reger und „Litanies“ von Jehan Alain – hier hat der Komponist selbst zugegeben, dass eine Stelle doch sehr schwer zu spielen ist … doch dem jungen Interpreten gelang alles mit größter Geschmeidigkeit.
Julian Fahrner (geboren 1990, Violine) und Johannes Lang (geboren 1989 in Düsseldorf, Orgel) setzten das Konzert mit Sätzen von Josef Rheinberger und Johann Sebastian Bach fort. Beide Künstler sind bereits mehrfach in Wettbewerben, durch Stipendien und die Aufnahme in Begabtenförderklassen ausgezeichnet worden und erfüllten höchste Erwartungen.
Annette Fabriz (geboren 1990) ist Jungstudentin in Freiburg und ebenfalls mehrfache Preisträgerin von Orgelwettbewerben wie „Jugend musiziert“ und anderen. In ihrer Interpretation des Concerto d-moll von Johann Sebastian Bach (nach einem berühmten Violinkonzert von Antonio Vivaldi) fiel ihr atmendes Spiel auf, das sich in gut nachvollziehbarer Agogik ausdrückte. Vor der Pause, die sich die Zuhörer nach dem sehr anspruchsvollen ersten Teil des Konzerts verdient hatten, brillierte sie noch mit dem spielfreudigen und kraftvollen „Te Deum“ der zeitgenössischen französischen Komponistin Jeanne Demessieux.
Nach der Pause gab es eine Spezialität: der junge Gitarrist Ivan Danilov (geboren 1992 in Russland, besucht er zur Zeit das Luisen-Gymnasium in Düsseldorf und ist schon seit 2004 bei internationalen Wettbewerben erfolgreich) spielte drei Stücke solistisch, ganz ohne Orgel – und das in einem Orgelfestival! Aber es war ein echter Gewinn und eine willkommene Abwechslung, karibische Rhythmen verzauberten und entführten das Publikum in südliche Gefilde ...
Schließlich gab Johannes Lang noch einmal sein bestes, ein großes barockes Orgelwerk von Vincent Lübeck führte zurück in den Norden, ohne dabei abzukühlen, und mit seiner ideenreichen, perfekt inszenierten, wirklich herausragenden Improvisation erstaunte er das Publikum aufs Neue – so hat noch niemand dieses alterehrwürdige Instrument klingen lassen!